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17.02.2018 Jahresauftakt DIE LINKE. Offenbach

Jahresauftakt von DIE LINKE. Offenbach am Main gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus Erwerbslosenbewegung, Gewerkschaften, Flüchtlingssolidarität und Religionsgemeinschaften sowie mit der Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz und meinem Landtagskollegen Jan Schalauske.

Veranstaltungshinweis

Sehr geehrte Damen und Herren,

Armut ist beschämend. Das sollte nicht für die Betroffenen gelten, wohl aber für die Gesellschaft, die Armut toleriert. Denn Armut ist vermeidbar.
Besonders die ansteigende Kinderarmut ist nicht akzeptabel!
21 Prozent der Kinder leben dauerhaft oder wiederkehrend in Armut. Weitere 10 Prozent sind zeitweise von Armut betroffen. Diese Zahlen veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung Ende 2017. Als arm gilt, wer mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens auskommen muss oder staatliche Grundsicherung braucht. Besonders hoch ist das Armuts-risoko für Kinder alleinerziehender Eltern.
Auch die Wetterau ist keine Insel der Glückseligkeit. In unserem Landkreis sind 10,5 Prozent der Kinder unter 15 Jahren von Armut betroffen - jedes zehnte Kind!
Kinderarmut in Deutschland ist zunächst einmal Armut in einem der reichsten Länder der Erde. Dabei geht es also weniger um absolutes Elend.
Armut hat verschiedene Gesichter. Sie zeigt sich in Deutschland vor allem durch gesellschaftlichen Ausschluss und mangelnde Teilhabe. Nicht erst durch Obdachlosigkeit und verhungern. Es geht um Entbehrungen, Ausgrenzungen und Benachteiligung.
Arme Kinder haben schlechtere Bildungschancen. Sie fehlen oft bei der Klassenfahrt, können sich keine Sportsachen leisten, kein Instrument, keine Mitgliedschaft in einem Verein, keine kostenpflichtige Nachmittags-AG in der Schule. Sie haben kein eigenes Zimmer oder keinen Computer. Arme Kinder erhalten seltener eine Empfehlung für das Gymnasium als Kinder aus wohlhabenderen Familien. Und zum Geburtstag oder zu Weihnachten fehlt das Geld für ein Geschenk und Freunde können nicht eingeladen werden.
Für ihre Lebensumstände tragen Kinder und Jugendliche keine Verantwortung. Die Eltern und die Gesellschaft sind bestimmend, wie ein Kind lebt. Aber es wird erwartet, dass die junge Generation einmal die Zukunft unseres Landes gestaltet und unseren gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaftet. Ethisch und volkswirtschaftlich zählt die Armut von Kindern und Jugendlichen zum größten Problem unseres Landes.
Kinderarmut wird seit geraumer Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert. Von allen Parteien und Verbänden wird die Absicht erklärt, Kinderarmut zu bekämpfen. Das gehört mittlerweile zur politischen Rhetorik. Doch trotz dieser Absichtserklärungen und zahlreicher politischer und ehrenamtlicher Initiativen konnte die Kinderarmut bislang nicht nachhaltig abgebaut werden. Sie ist im Gegenteil angestiegen.

Wie hält man diese Entwicklung auf? Welche Bedingungen führen zu Kinderarmut? Wodurch kann sie beseitigt werden?
Zu diesen Fragen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Wir möchten Sie zum Diskurs einladen.

Für den 22. Februar 2018 bereiten wir ein Forum zur Kinderarmut vor.
Es wird um 19 Uhr in der Stadthalle Friedberg, Saal 3, stattfinden.
Als Gast und Gesprächspartner haben wir Prof. Dr. Michael Klundt gewinnen können. Er ist Humanwissenschaftler an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Seine Forschungsschwerpunkte sind (Kinder-)Armut und Reichtum, Familien- und Sozialpolitik sowie Geschichtspolitik.
Schirmherr des Forums ist Dr. Ulrich Wilken, Vizepräsident des Hessischen Landtags.
Wir sind davon überzeugt, dass es in einem reichem Land wie Deutschland keine Kinderarmut geben darf! Wir glauben, eine offene kritische Diskussion zum Thema Kinderarmut muss geführt werden. Gerne auch kontrovers.
Dazu möchten wir Sie herzlich einladen!
Das Forum bietet teilnehmenden Organisationen und Personen die Möglichkeit, eigene Sichtweisen darzustellen und über eigene Aktivitäten zu informieren.
Wir würden uns freuen, wenn Sie teilnehmen und Ihre Erfahrungen einbringen könnten.

Veranstaltungshinweis
Presseerklärungen von Gabi Faulhaber als Feed

Rettung in letzter Sekunde: Afghanischer Flüchtling entgeht Abschiebung nach Kabul

Nach Angaben des Hessischen Flüchtlingsrates wurde heute ein afghanischer Asylsuchender aus der Abschiebungshaft entlassen, der offenbar mit der für morgen geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan abgeschoben werden sollte. Dazu erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: „Es ist sehr... Weiterlesen


Nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan: Politik der Härte gefährdet Menschenleben

Nach Angaben des bayerischen Flüchtlingsrates wird die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am 20. Februar vom Düsseldorfer Flughafen erfolgen. Dazu erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: „Es macht mich fassungslos, dass erneut eine Sammelabschiebung nach... Weiterlesen


„Effektivere Abschiebungen“: LINKE befürchtet Wahlkampf auf dem Rücken von Geflüchteten

Anlässlich des heutigen Berichts von hr-iNFO, wonach das hessische Innenministerium prüft, die Zuständigkeit für Abschiebungen von den Städten und Kreisen allein auf die Regierungspräsidien zu übertragen, erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: „Die Landesregierung sucht ganz... Weiterlesen


Anstelle von Straßenbeiträgen müssen Kommunen ausreichend finanziert werden

Landtagsabgeordnete der LINKEN für Abschaffung der Straßenbeiträge Die Landtagsabgeordnete der LINKEN, Gabi Faulhaber, spricht sich für die Abschaffung der Straßenbeiträge aus. In ihrer Presseerklärung verweist sich darauf, dass die Landtagsfraktion der LINKEN einen Gesetzesentwurf in den Landtag eingebracht hat. Faulhaber: „Unser Gesetzentwurf... Weiterlesen


Landtagsabgeordnete der LINKEN gegen weiteres Atommülllager

Zur Niederlage der Stadt Hanau gegen ein weiteres Zwischenlager für radioaktive Abfälle vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt erklärt Gabi Faulhaber, Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: „Das Urteil des Verwaltungsgerichtes Frankfurt ist nicht nachvollziehbar. Obwohl der Bebauungsplan der Stadt Hanau weitere... Weiterlesen


Seit November 2016 bin ich Mitglied des Hessischen Landtags. Zuständig bin ich für die Bereiche Bildung, Migration, Tierschutz und Petitionen.

Broschüre Probleme und Perspektiven der schulischen Inklusion in Hessen

Im Landtag fand am 08.06.2017 das Werkstattgespräch zur Inklusion statt. Engagierte Fachleute diskutierten darüber, welche Auswirkungen das novellierte Hessische Schulgesetz auf die Praxis an den Schulen hat. Es blieb nicht beim Erfahrungsaustausch, sondern es wurden auch Ziele formuliert. Und klar wurde: schulische Inklusion kann nicht isoliert betrachtet werden. Die gesellschaftlichen Verhältnisse spielen eine große Rolle. Inklusion und Sozialpolitik gehören untrennbar zusammen.


126. - 128. Plenarsitzung | 30.Januar bis 1. Februar 2018

1. Regierungserklärung der Hessischen Ministerin der Justiz (CDU) betreffend ‚Justiz stärken - Vertrauen sichern‘ Mit der klaren Absage an eine Entkriminalisierung verschiedener Bagatelldelikte hat Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) nicht nur eine sinnvolle Chance für eine große Entlastung der Ermittlungsbehörden vergeben, sondern zudem klar... Weiterlesen