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Zahl der Suizide und Suizidversuche von Geflüchteten besorgniserregend hoch

Anlässlich der Antwort des Sozialministers Stefan Grüttner auf ihre Kleine Anfrage zu Selbstverletzungen, Suizidversuchen und Suiziden von Geflüchteten erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Zahlen zu Suiziden und Suizidversuchen von Geflüchteten sind erschreckend. Vier Geflüchtete haben sich 2017 das Leben genommen, einer von ihnen im Transitbereich des Frankfurter Flughafens. Daneben gab es im Flughafen-Transitbereich 18 Fälle von Suizidversuchen oder Selbstverletzungen. 13 weitere Fälle von Suizidversuchen oder Selbstverletzungen wurden in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes dokumentiert und 39 in den kommunalen Gemeinschaftsunterkünften.“

Angesichts der Tatsache, dass es in den drei Jahren zuvor keine Suizide von Asylsuchenden gegeben habe sowie 2014 keine, 2015 vier und 2016 18 Suizidversuche, sei die Zahl von vier Suiziden sowie insgesamt 70 Suizidversuchen oder Selbstverletzungen in einem einzigen Jahr in höchstem Maße besorgniserregend, so Faulhaber. 

„Diese Zahlen verdeutlichen die große Verzweiflung von Schutzsuchenden angesichts der mangelhaften Unterbringung und der Perspektivlosigkeit im deutschen Asylsystem. Sie zeigen auch den dringenden Bedarf an einer besseren psychosozialen Betreuung und menschenwürdigen Unterkünften, die integrierend sein müssen und nicht isolierend. Statt eine gnadenlose Abschiebepolitik zu betreiben, muss das Land endlich die Bedingungen für eine humanitäre Aufnahme von Schutzsuchenden schaffen.“

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