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Weiter betäubungslose Ferkelkastration: Kein Schwein hat das verdient!

Anlässlich der Entscheidung der Regierungskoalition im Bund, die Betäubungspflicht für die Kastration von Ferkeln nochmals um zwei Jahre zu verschieben, erklärt Gabi Faulhaber, tierpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die unsägliche Qual von Millionen von Ferkeln wird immer noch kein Ende finden. Dies zeigt wieder einmal deutlich, wie Staatsziele in der Praxis wirken: Wenn ein Staatsziel Tierschutz nicht verhindern kann, dass Ferkeln ohne Betäubung die Hoden abgeschnitten werden, nur weil der finanzielle Mehraufwand für eine schmerzfreie Kastration dem Bauernverband nicht passt, ist es das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist!“

Einmal mehr habe sich eine starke Lobby durchgesetzt, die Tierqual verursache, so Faulhaber. Es dürfe nicht sein, dass das Streben nach Profit – vor allem der Massentierhalter – weiter millionenfache Tierquälerei rechtfertigen solle.

„In der Tierhaltung führt das ausufernde Profitstreben der Großbetriebe zu quälenden Lebensbedingungen in den Ställen. Es müssen endlich hohe Standards gelten: Quälende Massentierhaltung, lange Transporte, Qualzuchten und Amputationen gehören verboten! Die Tierhaltung muss an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden, nicht die Tiere an eine ökonomisch effiziente Haltungsform.“