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Untragbare Arbeitsbedingungen an Schulen: Herr Minister Lorz, das ist unterlassene Hilfeleistung

Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zu den Arbeitsbedingungen von Lehrkräften erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE .im Hessischen Landtag:

„Kultusminister Alexander Lorz (CDU) ist von Hause aus Jurist, da sollte er an sich wissen, was untererlassene Hilfeleistung ist. Doch vielleicht ist dies auch genau das Problem: Wer Juristen statt Fachleute in Ministerämter beruft, darf sich nicht wundern, dass diese ihre Arbeitsgebiete nicht unbedingt sachgerecht bearbeiten und weiterentwickeln.“

Keine angemessene Reaktion auf Überlastungsanzeigen von Lehrkräften und Hinweise auf Missstände kennzeichne die hessische Bildungspolitik schon seit Beginn der Legislaturperiode, so Faulhaber. Als Lehrerinnen und Lehrer 2015 auf die Straße gegangen seien, um gegen die hohe Arbeitszeit und die Nullrunde zu protestieren, sei mit ihnen nicht gesprochen worden. Stattdessen habe Kultusminister Lorz streikende Lehrkräfte mit einem  teuren, langwierigen und völlig unverhältnismäßigen Disziplinarverfahren überzogen.

Faulhaber: „Mittlerweile sind aber nicht nur die überdurchschnittliche Arbeitszeit und die ungerechte Bezahlung Thema. Lehrerinnen und Lehrer sind längst an den Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt. Doch alle Hilferufe und Brandbriefe bleiben ungehört. Stattdessen erzählt Lorz immer wieder das Märchen, dass es hessischen Schulen so gut gehe wie nie zuvor.

DIE LINKE unterstützt die Anliegen hessischer Lehrkräfte, die in dieser Woche wieder auf die Straße gehen und gegen die Arbeitsbedingungen protestieren, wohl wissend, was ihnen drohen wird. Protest gegen eine verfehlte Bildungspolitik und einen sich taub stellenden Kultusminister ist mehr denn je geboten.“