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Migration nur, wenn sie der Wirtschaft nutzt? DIE LINKE sagt: NEIN!

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag will eine geänderte Zuwanderungsstrategie. Zu diesem Antrag, der heute in der Plenarsitzung behandelt wird, erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wer Migration lediglich befürwortet, wenn sie der deutschen Wirtschaft dient, dem ist das Menschenbild verrückt: eine Einteilung in nützliche und unbrauchbare Migranten kann es nicht geben. Laut unserem Grundgesetz sind alle Menschen mit gleichen Rechten ausgestattet. Und Schutzsuchende aus Kriegsgebieten oder politisch Verfolgte haben ein Grundrecht auf Asyl. Bei Facharbeitermangel gibt es eine gute altbewährte Taktik: Sie heißt Ausbildung!“

In Deutschland gebe es gerade für Akademiker oder Hochqualifizierte einwanderungsfreundliche Regelungen. Dass trotzdem so wenige kommen, liege meist an der geringen Willkommenskultur und an der mangelnden Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Nach Angaben der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gehe schon heute jeder vierte Migrant, jede vierte Migranin einem Beruf nach, für den er oder sie überqualifiziert sei.

„Auch ein Punktesystem, wie es Kanada handhabt, liefert nicht die passgenauen Arbeitskräfte, die sich die FDP erhofft. Auch dort müssen hochqualifizierte Einwanderer Taxi fahren oder andere Arbeiten annehmen, die ihrer Qualifikation nicht entsprechen. Für diese Verschwendung von Qualifikation prägten die Kanadier den Begriff ‚brain waste‘ (Gehirnmüll).

Die neue Zuwanderungsstrategie der FDP taugt bestenfalls dazu, gut ausgebildete Arbeitskräfte als Lohndrücker oder in Billiglohn-Branchen zu beschäftigen.“