Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Korrigierte Lehrkräfteprognosen

Mit einem Dank von Kultusminister Alexander Lorz an DIE LINKE ist es nicht getan – notwendig ist ein Umsteuern in der Bildungspolitik

Anlässlich des Berichts über die von der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag in Auftrag gegebene Lehrkräftemangelstudie und des Danks von Kultusminister Alexander Lorz (CDU), erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der Dank ist schön, aber damit allein ist es nicht getan. Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, dass die Opposition die Arbeit der schwarzgrünen Landesregierung erledigen muss: die Ermittlung von seriösen Zahlen und Daten. Und eines darf zudem nicht unter den Tisch fallen: Die Studie hat entlarvt, dass der Minister bisher Märchen erzählt hat. Es zeugt von großer Arroganz, die eigenen, lange verbreiteten Wolkenkuckucksheim-Zahlen über fehlende Lehrkräfte anhand unserer Studie endlich deutlich nach oben zu korrigieren und gleichzeitig zu behaupten, das hätte man ja längst gewusst.“

Besonders zu kritisieren sei, so Faulhaber, wenn Lorz einerseits anerkenne, mit falschen Prognosen hantiert zu haben, anderseits sich aber weigere, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Faulhaber: „Fakt ist: Die Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie stellt vor allem heraus, dass der zukünftige Lehrkräftemangel bis 2030 auf ein Defizit von 10.000 Lehrerinnen und Lehrer in Hessen herauslaufen wird. Und dabei geht es gar nur darum, den Status Quo zu halten, also um eine schlechte Schüler-Lehrerrelation beizubehalten und weiterhin bei der Umsetzung der Inklusion und Ausstattung der Schulen einen der hintersten Plätze im Bundesvergleich einzunehmen. Dringend notwendige Verbesserungen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.“

Dateien