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Integrationsmonitor: Benachteiligung von Eingewanderten auf dem Arbeitsmarkt bleibt ungelöstes Problem

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Vierten hessischen Integrationsmonitors durch Staatssekretär Kai Klose erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Ein chancengleicher Zugang zum Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Migrationsgeschichte immer noch nicht gewährleistet. Während die Erwerbstätigenquote der 15- bis unter 65-jährigen ohne Migrationshintergrund im Jahr 2015 auf 77 Prozent gestiegen ist, ist sie bei Personen mit Migrationshintergrund mit 64,7 Prozent sogar leicht rückläufig. Die Arbeitslosenquote von ausländischen Staatsangehörigen ist alarmierend – mit 12,6 Prozent war sie 2017 fast viermal höher als bei Deutschen.“

Auch die interkulturelle Öffnung der Verwaltung lasse weiterhin auf sich warten, so Faulhaber. Der Anteil der Beschäftigten mit Migrationsgeschichte  im öffentlichen Dienst stagniere seit 10 Jahren bei etwa 13 Prozent, obwohl sich der Anteil der Einwohner mit Migrationsgeschichte in Hessen im gleichen Zeitraum von 24 auf 30 Prozent erhöht habe.

Faulhaber: „Besorgniserregend ist zudem, dass Menschen mit Migrationsgeschichte mit 31,6 Prozent wesentlich häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen stehen, als Menschen ohne Migrationshintergrund, die in 20 Prozent aller abhängigen Beschäftigungsverhältnisse atypisch beschäftigt waren. Damit ist das Risiko der Einkommens- und Altersarmut für Menschen mit Migrationshintergrund besonders groß.“