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GEW-Bericht zu Privatschulen in Hessen

Landesregierung muss soziale Segregation bekämpfen, statt die Augen vor einer fatalen Entwicklung zu verschließen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat einen ausführlichen Bericht zur Entwicklung der Privatschulen in Hessen vorgelegt. Demnach hat der Zahl der Privatschulen deutlich zugenommen. Dazu erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist ein besorgniserregender Zustand, wenn  es immer mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt, welche Schulen die Kinder in Hessen besuchen. Der Bericht der GEW bestätigt zudem, dass das Land Hessen nach wie vor im erheblichen Maße gegen das Sonderungsverbot von Privatschulen verstößt.“

Wie aus dem GEW-Papier hervorgehe, würden 59 Prozent der allgemeinbildenden Privatschulen ein durchschnittliches Schulgeld von mehr als 160 Euro erheben;  bei 32 Prozent liege das monatliche Schulgeld sogar bei über 300 Euro, so Faulhaber.

„Es ist unzweifelhaft, dass Schulgelder in dieser Höhe vielen Kindern und Jugendlichen den Besuch einer solchen Schule verhindern. Dabei sind Privatschulen – von denen die meisten bis zu 85 Prozent ihrer Kosten aus öffentlichen Mitteln abdecken - dazu verpflichtet, Schülerinnen und Schüler unabhängig von den Besitzverhältnissen der Eltern aufzunehmen. Doch da verschließt das Kultusministerium, wie auf anderen Feldern der Bildungspolitik auch, leider mal wieder beide Augen, überprüft wird das Sonderungsverbot nämlich nicht.“