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Die Bahn darf sich nicht weiter taub stellen

DIE LINKE fordert Änderungen für die derzeitige Streckenvariante IV der ICE-Neubaustrecke von Gelnhausen nach Fulda

In einer gemeinsamen Presseerklärung beklagen der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises, Andreas Müller, und die Landtagsabgeordnete der LINKEN, Gabi Faulhaber, die starre Haltung der Bahn bei der Planung der ICE-Neubaustrecke von Gelnhausen nach Fulda.

Die Bahn hatte im Juni bekannt geben, dass die Streckenvariante IV entlang der Autobahn 66 die bevorzugte Variante sei. Neben dem BUND, der einen besseren Schutz des Kinzigtals und des Nordspessarts fordert und die Monsterbrücke über den Kinzigsee bei Ahl ablehnt, hat auch der Main-Kinzig-Kreis erhebliche Bedenken gegen diese bevorzugte Variante. So hatte der Kreis ein Gutachten erstellen lassen, das dem von der Bahn erstellten Gutachten eine unplausible Entscheidungsfindung bescheinigte.

„Es ist unbestreitbar, dass der Main-Kinzig-Kreis zu den am stärksten belasteten Transitbereichen in Europa gehört. Höhere Kapazitäten und verbesserte Qualität sind nur mit zusätzlichen Gleisen zu bewerkstelligen. Gerade deshalb gilt es, die Argumente des Main-Kinzig-Kreises, der Kommunen, der Umweltverbände und der Bürger/innen anzuhören und genau zu prüfen bzw. umzusetzen. Aber die Bahn stellt sich weiterhin taub. Damit führt sie ihr eigenes Dialogforum ad absurdum“, ärgert sich der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag, Andreas Müller.

Ergänzend dazu merkt die Landtagsabgeordnete Gabi Faulhaber an, dass der Ausbau entlang der bestehenden Trasse sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sei. Die bestehende und die Neubaustrecke müssten mit modernen Lärmschutzmaßnahmen versehen werden. Deswegen gelte es, in der weiteren Planung die ökologischen und verkehrstechnischen Änderungsvorschläge zu berücksichtigen.

Die beiden Politiker der Linken betonen, dass sie sich nicht gegen den Aus- und Neubau im Kinzigtal stellen. Aber statt viele Millionen Euro für Prestigeobjekte, wie Stuttgart 21 in den Sand zu setzen, sollte besonderer Wert darauf gelegt werden, die Natur und die Gesundheit der Anlieger zu schützen. Das Geld ist viel sinnvoller verwendet, wenn dafür der zukünftige Streckenausbau ökologisch schonend erfolgt und für Lärmschutzmaßnahmen gesorgt wird.