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Bildungspolitik in Hessen: Kultusminister Alexander Lorz betreibt weiter nur Schönfärberei

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz des hessischen Kultusministers Alexander Lorz (CDU) zum Schuljahresbeginn 2018/19 erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wäre Realitätsverleugnung ein Schulfach, so würde sich Alexander Lorz in diesem als Musterschüler hervortun. Was Minister Lorz heute an Selbstlob und Schönfärberei von sich gegeben hat, zeigt: Die Probleme an Hessens Schulen will er auch weiterhin nicht in Angriff nehmen. Lorz behauptet beispielsweise, ein Lehrermangel an den Grundschulen existiere nicht mehr, alle Stellen seien qualifiziert besetzt. Dummerweise vergaß er zu sagen, dass viele Lehrkräfte an den Grundschulen noch in Ausbildung sind oder eine Weiterqualifizierung besuchen. Lorz hat außerdem einfach unter den Tisch fallen lassen, dass Unterricht von bereits pensionierten Lehrkräften erteilt wird und dass Teilzeitkräfte aufgefordert wurden, mehr Stunden zu übernehmen, als sie eigentlich möchten.“

Zudem werde weiterhin ignoriert, dass es höchste Zeit wäre, etwas gegen den Lehrkräftemangel in Hessen zu unternehmen, so Faulhaber. Zur Überlastung von Lehrkräften und Schulleitungen habe Lorz – wie leider zu erwarten gewesen sei– ebenfalls kein Wort verloren.

Faulhaber: „Die Zahl der Belastungsanzeigen ist alarmierend. Den Kultusminister erreichen sehr viele Brandbriefe aus Schulen – und wie reagiert der Dienstherr der hessischen Lehrerinnen und Lehrer? Gar nicht. Dafür singt Lorz erneut ein Loblied auf den Ganztagsausbau, für den es in Hessen wahrlich viel Luft nach oben gibt. Selbst die Mogelpackung ‚Pakt für den Nachmittag‘ wird als Erfolg verkauft. Dabei ist es ganz sicher kein Erfolg, wenn nur etwa 20  Prozent der Grundschulen am Pakt teilnehmen – und das nach jahrlangen Kraftanstrengungen des Kultusministeriums. Nur knapp ein Prozent der Grundschulen in Hessen sind wirkliche Ganztagsschulen. Daran hat sich seit Jahren nichts geändert.“