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Beißstatistik: Rasseliste spiegelt Sicherheit vor

Anlässlich der Beantwortung einer kleinen Anfrage der LINKEN zu Beißvorfällen in Hessen erklärt Gabi Faulhaber, tierpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Antwort auf unsere Kleine Anfrage zeigt: Fast 90 Prozent der Beißvorfälle der letzten Jahre in Hessen – im Jahr 2016 waren es 87,54 Prozent und im Jahr 2017 88,67 Prozent – wurden von Nicht-Listenhunden verursacht. Im Jahr 2017 wurden 18 Menschen durch Hunde schwer verletzt, hiervon nur zwei von Listenhunden. Diese Statistik macht deutlich: Die Landesregierung schützt mit der völlig unwissenschaftlichen Rasseliste nicht wirksam vor Beißvorfällen.“

Dass trotzdem nicht geplant sei, hier einen grundlegenden Kurswechsel vorzunehmen, sei verantwortungslos, so Faulhaber. In der Antwort auf die Anfrage sei klar gestellt geworden, dass eine grundsätzliche Pflicht zur Ablegung eines Sachkundenachweises nicht geplant sei.

„DIE LINKE spricht sich seit Jahren, gemeinsam mit Organisationen wie TASSO e.V. und der Deutschen Kinderhilfe e.V. dafür aus, einen Sachkundenachweis und eine Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde in Hessen einzuführen. Eine entsprechende parlamentarische Initiative fand im Frühjahr dieses Jahres leider keine Mehrheit im Landtag. Dabei können Hundebisse nur durch geschulte Halterinnen und Halter wirksam vermieden werden.“

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