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AnkER-Zentren erschweren soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen

Neue schockierende Zahlen zum Massensterben im Mittelmeer

Zu den bemerkenswerten Ergebnissen einer Kurzstudie der Kulturanthropologin Sabine Hess für den Mediendienst Integration über die Wirkung von AnkER-Zentren erklärt Gabi Faulhaber, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Kurzstudie der renommierten Kulturanthropologin Prof. Sabine Hess bestätigt uns in unserer Ablehnung der AnkER-Zentren. Es handelt sich um Masseneinrichtungen, in denen Flüchtlinge bis zu 18 Monate lang kaserniert werden. Diese Zentren beschleunigen weder Asylverfahren, noch tragen sie zu einer Entlastung der Kommunen bei. Sie führen einzig und allein dazu, dass Geflüchtete weitgehend von der Bevölkerung isoliert werden. Und dies vergrößert unweigerlich ohnehin schon bestehende psychische Belastungen und erschwert die soziale und berufliche Integration dieser Menschen.“

Der Plan von Heimatminister Horst Seehofer (CSU), Flüchtlinge damit abzuschrecken, die Integration in Deutschland weiter zu erschweren, werde nicht aufgehen, so Faulhaber. Zudem spiele diese unmenschliche Politik nur Gruppierungen wie der AfD in die Hände.

„Während in Deutschland gerade in den letzten Wochen eine teils hysterisch geführte, besonders von CSU und AfD befeuerte Debatte tobte, geht das Massensterben im Mittelmeer weiter. Nach neuen Recherchen von Amnesty International sind allein im Juni und Juli mehr als 700 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen. Und die Zahl der Menschen, die in libyschen Haftzentren gefangen gehalten und oftmals misshandelt werden, hat sich von 4.400 im März auf über 10.000 Ende Juli mehr als verdoppelt. Zu dieser Katastrophe schweigen Minister Seehofer und die CSU-Spitze.“

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